Gestiefelt

stadt_nSieben Stiefelgeissen sind es, die in Seebach leben. Zwei Bücher gibt es zur Wiese der Stadtgeissen. Im Herbst erscheint im AT-Verlag das Dritte.

vom leben

 

Mein erstes Kinderbuch Stella und die Ziegenwiese hat Aita Zanetti ins schöne Vallader (Rätoromanisch) übersetzt. So kommt es zweisprachig daher. Die Autorin und Zeichnerin des Buches bin ich, Julia Hofstetter. Im zweiten Buch XYZ und die Stadtgeissen”“XYZ und die Stadtgeissen” geht es um drei Mädchen, die ganz Zürich aufwirbeln. Mit ihren Ideen, ihren Ziegen und viel Mut. Beide Bücher sind im Buchhandel erhältlich oder direkt über den Herzglut Verlag (www.herzglut.com).

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Die drei Freundinnen Xenia, Yuki und Zilly sind XYZ.

Und natürlich sind die drei zur Stelle, als fünf Ziegen eine Hirtin brauchen. Und das mitten in der Stadt. Aber ist eine Ziegengeburt tatsächlich so einfach wie Zilly denkt? Wie kann Xenia die störrische Anführerin der Ziegen zähmen? Und weshalb weigert sich Yuki, bei der Party auf der Ziegenwiese dabei zu sein? Für Aufregung ist gesorgt. Und das ist nur der Anfang. Dass die drei Mädchen an fiese Wohnungsbesitzer geraten, weckt ihren Widerstandsgeist. Mit viel Spektakel und mit Hilfe der Ziegen kämpfen Xenia, Yuki und Zilly um ihre Wohnung, mischen die Stadt auf und werden zu Heldinnen.

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Stella und die Ziegenwiese

Manchmal ist Stella traurig weil ihre Mutter traurig ist.
Zum Glück begleiten die sieben Ziegen, Raben und Zwerge Stella durch den Alltag. Stellas Vater erzählt ihr von Glücksblumen und ihre Grossmutter bäckt Kicherkuchen. Wenn alles nichts nützt, rennt Stella so schnell sie kann. So schnell, dass sie ausser Atem in der Schule ankommt und ihre Freundinnen etwas neidisch sind, weil sie auch gerne so schnelle Beine hätten.

Da las jadas es Stella trista perquai cha sia mamma es trista.
Per furtüna tilla accumpognan set chavras, corvs e nanins. Il bap da Stella quinta lura da fluors da furtüna e sia nona couscha üna tuorta dal scuffel. E scha tuot quai nu güda nüglia schi cuorra Stella uschè svelt sco ch’ella es buna a scoula. Tuot our d‘flà riv’la sülla plazza da scoula e sias amias sun ün zichin schigliusas perquai ch’eir ellas currissan jent uschè svelt sco Stella.

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Psychiater nennen es Depression, Schamanen die dunkle Nacht der Seele. Genauso wie wir Menschen rätseln, woher unsere Lebenskraft kommt, wissen wir nur wenig darüber, wie wir sie wiedererlangen können, wenn sie uns abhanden kommt.

Die Zeit der Kraftlosigkeit ist aber auch für alle umstehenden Menschen eine grosse Belastung. Insbesondere Kinder sind von der abgrundtiefen Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit ihrer Nächsten betroffen. Ganz wichtig ist es darum, ihnen zu sagen, dass sie nicht alleine sind, dass sie keine Schuld trifft, dass sie weiter in ihrer eigenen Lebenskraft bleiben.

Julia Hofstetter versucht in ihrem berührenden Kinderbilderbuch nicht nach Deutungen, sie sucht ganz einfach einen Weg durch diese schwere Zeit. Einen Weg, der in neue Hoffnung, in ein neues Leben führt. Diese komplizierte Krankheit, die uns Menschen meist dann heimsucht, wenn wir unser Leben tiefgreifend wandeln wollen aber nicht wissen, wie wir dies bewerkstelligen sollen, braucht Verständnis und Zeit, Langsamkeit und Achtsamkeit, Hilfe von aussen. So findet man Schrittchen für Schrittchen zurück zu Intuition, zum Vertrauen ins Leben, zur Kraft.

Dieses Bilderbuch nimmt uns an der Hand und zeigt sanft und eindringlich zugleich: Du bist nicht alleine. Und wenn Du Dich alleine fühlst, such unbedingt Hilfe, nimm Hilfe an, versuche neue Wege zu gehen, verabschiede Dich von Formen, die sich nach leerer Hülle anfühlen. Vertraue auf Dein Bauchgefühl. Finde zurück ins Gefühl.

— Jerzovskaja, Verleger Herzglut

 

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Wenn ein Mensch an einer Depression erkrankt, hat er weniger Energie und oftmals keinen Antrieb, die Dinge zu tun, die ihm früher so viel Freude bereitet haben. Er zieht sich zurück und ist oftmals tieftraurig. Das bezieht sich auf sein erweitertes Umfeld, wie Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen, aber auch auf sein allernächstes Umfeld, den eigenen Partner und die eigenen Kinder. Kinder können dies nicht einordnen, wenn wir Erwachsene ihnen nicht erklären, warum wir, Mama und Papa sich so verhalten. Kinder brauchen ein Erklärungsmodell, einen Gesprächspartner, der ihnen in solchen Zeiten zur Verfügung steht. Das kann der gesunde Elternteil sein oder aber eine Grossmutter, ein Grossvater, eine Patin, Nachbarn und Freunde. In dem von Julia Hofstetter wunderschön illustriertes Kinderbuch erlebt die Protagonistin Stella, 7 jährig die Depression ihrer Mutter. Dabei wird deutlich, dass neben der Einsamkeit und Angst des Kindes auch Stärke erwächst.
Stella wird im Laufe durch die Erfahrung sehr viel selbstständiger und selbstsicherer und hat dabei neben der Mutter viele kleine und grosse Helfer an ihrer Seite. Ein wunderschönes, sehr empfehlenswertes Kinderbuch, dass Eltern und Kinder unterstützen kann gemeinsam in einen Dialog über die Erkrankung einzutreten und mögliche Wege mit der Erkrankung aufzeigt!

Zürich, August 2015
Dr. Natalie Drabe, Oberärztin für Psychoonkologie am Universitätsspital Zürich

Knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen der Schweiz sollen gemäss einer Studie «ziemlich oder stark» erschöpft sein. Rund 300 000 Erwerbstätige sind so stark belastet, dass sie am Rande einer Erschöpfungsdepression stehen. Mich hat beschäftigt, was mit einer Familie passiert, wenn ein Elternteil wegen Burnout ausfällt. Und natürlich ist es auch ein wenig meine Geschichte.
Ich habe dieses Büchlein gezeichnet und geschrieben, weil ich plötzlich im Leben an einen Punkt kam, wo ich nicht mehr wusste, wie es weitergehen soll. Ich hatte eine Anstellung, die meine Freundinnen als «Zerschleissjob» bezeichneten. Mir war diese Arbeit wichtig und ich hatte sie gerne, aber ich hätte früher aufhören sollen. Als ich endlich kündigte, brauchte ich lange, um meine Lebenslust wieder zu finden. Das hat Kräfte gezehrt, bei mir und bei meinen Nächsten. Vielleicht hilft Stellas Geschichte hier und dort. Das würde mich freuen. Ins Rätoromanische übersetzt wurde die Geschichte von Aita Zanetti aus Sent. Von ihr habe ich meine Stiefelgeissen, die jetzt in Zürich-Nord weiden (www.stadtgeiss.ch).

— Julia Hofstetter

Hier erzähle ich die Geschichte in einem kurzen Film.

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Auf der Wiese der Stadtgeiss weiden Stiefelgeissen. Mit ihrem Mänteli und den Stiefeln gehören sie zu einer der Ziegenrassen, welche von Pro Specie Rara gefördert wird. Andere Rassen sind zum Beispiel die Bündner Strahlenziege oder die Nera Verzasca.

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